Jahreshauptversammlung 2025
Feuerwehr Gonzenheim blickt auf ereignisreiches Jahr zurück – Ehrungen, Beförderungen und Wechsel bei der Minifeuerwehr standen im Mittelpunkt.

Am Freitag, den 31. Januar 2025, fand um 19:30 Uhr im Gunzosaal des Vereinshauses Gonzenheim die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gonzenheim statt. Wehrführer Erik Reuter begrüßte zahlreiche Mitglieder sowie Ehrengäste aus Politik und Feuerwehrführung.
Wehrführer Erik Reuter eröffnete die Versammlung und begrüßte herzlich die anwesenden Gäste: Peter Braun (stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Bad Homburg und Vereinsringvorsitzender in Gonzenheim), Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Dr. Oliver Jedynak, Leiter der Feuerwehr Daniel Guischard sowie Uwe Wolf, Vorsitzender des Stadtkreisfeuerwehrverbandes.
Nach Feststellung der ordnungsgemäß erfolgten Einladung gedachte man mit einer Schweigeminute den im Jahr 2024 verstorbenen langjährigen Mitgliedern Werner Murawski und Karl-Adolf Westerfeld.


Wehrführer Erik Reuter blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Insgesamt wurden im Jahr 2024 genau 101 Einsätze abgearbeitet – neun weniger als im Vorjahr. Neben einigen größeren Einsatzlagen prägten vor allem viele kleinere Einsätze sowie eine hohe Anzahl von Fehlalarmen durch Brandmeldeanlagen das Einsatzgeschehen. Besonders belastend seien diese Fehleinsätze für die ehrenamtlichen Kräfte, da sie sich gegenüber Familien und Arbeitgebern rechtfertigen müssten.
Zu Jahresbeginn unterstützte man am 02.01. aufgrund von Hochwasserlagen mit 18 Kräften die Kameraden in Ober-Erlenbach beim Aufbau des Aquariva-Hochwasserschutzsystems. Mitte Januar wurde das Gerätehaus wegen angekündigter starker Schneefälle für 24 Stunden besetzt gehalten, um schnelle Eingreifzeiten zu gewährleisten.
Ein besonderer Höhepunkt war das Jubiläum „50 Jahre Jugendfeuerwehr Gonzenheim“, welches am 01. März mit einem Festkommers gefeiert wurde. Weitere Veranstaltungen wie das Osterfeuer auf dem Bornberg gemeinsam mit den Bürgern für Gonzenheim (BfG) waren ebenfalls gut besucht.
Im Mai sorgte eine schwere Gewitterlage für über 200 Einsatzstellen im gesamten Stadtgebiet; allein unsere Wehr arbeitete dabei in kürzester Zeit 16 Einsatzstellen ab.
Weitere besondere Einsätze waren unter anderem ein Gefahrgut-LKW-Brand auf der BAB5 im Juli, bei dem wir den Grundschutz in Friedrichsdorf sicherstellten, sowie ein Großbrand in der Innenstadt am 17.09., bei dem unsere Kräfte bis zum nächsten Morgen gefordert waren.
Insgesamt absolvierten die Kameradinnen und Kameraden im Jahr 2024 beeindruckende 60 Ausbildungseinheiten mit insgesamt rund 1718,85 Ausbildungsstunden.
Personalstatistik zum Jahresende:
Einsatzabteilung: von 51 (2023) auf aktuell 50 Mitglieder
Alters- & Ehrenabteilung: von 32 (2023) auf aktuell 28 Mitglieder
Jugendfeuerwehr: von 17 (2023) auf aktuell erfreuliche 19 Mitglieder
Minifeuerwehr: von 16 (2023) auf aktuell stabile 17 Mitglieder
Zum Abschluss dankte Wehrführer Erik Reuter allen Vorstandskollegen, Ausbildern, Gerätewarten sowie Mini- und Jugendbetreuern ausdrücklich für ihr großes Engagement und ihre Unterstützung im vergangenen Jahr.
Jugendfeuerwehrwart Florian Kettner berichtete über ein sehr aktives Jubiläumsjahr mit derzeit insgesamt stolzen 19 Mitgliedern (14 Jungen, fünf Mädchen). Ein Mitglied wechselte erfolgreich in die Einsatzabteilung; weitere Neuzugänge kamen aus Minifeuerwehr und Grundschultag hinzu.
Höhepunkte waren neben dem großen Festkommers zum Jubiläum „50 Jahre Jugendfeuerwehr“ an dem am 01. März über 150 Gäste teilnahmen, dem Spiele ohne Grenzen mit 25 Mannschaften am 04. Mai sowie dem Tag der offenen Tür am 05. Mai, zahlhlreiche Ausflüge wie etwa in den Europa-Park oder zur Leitstelle Hochtaunus.
Insgesamt fanden beeindruckende 58 Dienste statt – ein Zeichen großer Aktivität und Motivation innerhalb unserer Jugendgruppe.



Im Jahr 2024 erlebte die Minifeuerwehr Gonzenheim einen bedeutenden Wechsel in der Führung. Jutta Biecker, die bis zum Sommer als Minifeuerwehrwartin tätig war, blickt auf ein ereignisreiches erstes Halbjahr zurück. Zu Beginn des Jahres zählte die Minifeuerwehr 13 Mitglieder (3 Mädchen, 10 Jungen). Im Laufe des Jahres gab es drei Neuzugänge und fünf Abgänge, sodass am 31. Januar 2024 insgesamt 10 Kinder (3 Mädchen, 7 Jungen) Teil der Gruppe waren. Ein Junge wechselte erfolgreich in die Jugendfeuerwehr.
Insgesamt fanden im Jahr 2024 beeindruckende 39 Übungsstunden statt, die sich auf feuerwehrtechnischen Unterricht, allgemeine Minifeuerwehrarbeit und Brandschutzerziehung verteilten. Besonders viel Wert wurde auf die Brandschutzerziehung und Feuerwehrtechnik gelegt, aber auch Spiele, Bastelarbeiten und Experimente kamen nicht zu kurz. Der Tag der offenen Tür im Mai war ein besonderes Highlight, bei dem dank der Unterstützung der Jugendfeuerwehr viele Spiele sowie Glitzertattoos angeboten werden konnten.
Jutta Biecker übergab im Sommer den Posten an Anna-Lena Stark, ein echtes „Eigengewächs“ der Feuerwehr, das seine Karriere mit sechs Jahren in der Minifeuerwehr begann. Jutta bleibt dem Team als Betreuerin treu und ist stolz darauf, viele ihrer ehemaligen Minis heute als aktive Mitglieder in der Einsatzabteilung zu sehen.
Anna-Lena Stark übernahm ab Juli 2024 die Leitung und berichtet von einem spannenden zweiten Halbjahr. Highlights waren unter anderem ein Besuch auf der Feuerwache Bad Homburg Stadt mit Einblicken in Fahrzeuge und Atemschutzstrecke sowie Themen wie Erste Hilfe. Auch eine Halloweenparty und Nikolausfeier wurden veranstaltet.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Unterstützern der Minifeuerwehr im Jahr 2024. Anna-Lena freut sich auf ihre neue Aufgabe und das bevorstehende Jubiläumsjahr.
Der Kassenbericht von Kassierer Patrick Jost zeigte eine solide Finanzlage ohne Beanstandungen durch die Prüfer Markus Schäfer und Richard Pippert; Vorstand und Kassierer wurden einstimmig entlastet.
Als neue Kassenprüfer wurden Maximilian Stark und Noah Richter gewählt.











Besondere Momente der Versammlung waren die Beförderungen und Ehrungen:
Noah Richter wurde offiziell als neues Mitglied in der Einsatzabteilung vorgestellt. Er durchlief die Minifeuerwehr und Jugendfeuerwehr.
Noah Richter wurde zum Feuerwehrmann-Anwärter ernannt.
Erik Reuter erhielt die Beförderung zum Hauptlöschmeister.
Dominique Steingräber wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert.
Maximilian Stark erhielt die Beförderung zum Feuerwehrmann.
Kerstin Schieler erhielt die Anerkennungsprämie des Landes Hessen für 30 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr.
Uwe Jakob erhielt das goldene Brandschutzabzeichen am Bande sowie die Vereinsehrung in Gold mit Eichenlaub für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft.
Jutta Biecker erhielt die silberne Floriansmedaille für ihre Verdienste um die Minifeuerwehr.
Der Vorstand sowie die Minifeuerwehrbetreuer bedankten bei Jutta Biecker für ihre langjährige Tätigkeit als Minifeuerwehrwartin; sie erhielt ein Präsent als Zeichen großer Anerkennung ihrer Verdienste um unsere jüngsten Mitglieder.
Es folgte die Neuwahl des stellvertretenden Wehrführers.
Bei der Wahl des stellvertretenden Wehrführers wurde Andreas Kaiser erneut in seinem Amt bestätigt.
Peter Braun lobte stellvertretend für den Stadtverordnetenvorsteher Dr. Etzrodt ausdrücklich das große Engagement unserer Wehr: „Die Feuerwehr ist prägend für unseren Ortsteil Gonzenheim.“
Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak überbrachte Grüße vom Magistrat und betonte seine Wertschätzung gegenüber dem Ehrenamt: „125 Jahre tief verwurzelt in Gonzenheim – darauf können Sie stolz sein!“
Leiter der Feuerwehr Daniel Guischard gratulierte Andreas Kaiser zu seiner Wiederwahl und hob in seinen Worten hervor, dass die Feuerwehr Gonzenheim eine intakte und gut funktionierende Einheit ist, auf die sich die Bevölkerung verlassen kann. Desweiteren hob Guischard hervor, dass gerade heute Wertevermittlung nicht mehr selbstverständlich sei: „Umso wichtiger ist Ihre Arbeit hier vor Ort.
Die Feuerwehr müsse sich stetig neuen Herausforderungen anpassen, insbesondere in Bezug auf sich verändernde Einsatzlagen durch Klimawandel und Technologisierung.
Uwe Wolf vom Stadtkreisfeuerwehrverband dankte besonders auch der aktiven Alters-& Ehrenabteilung für ihren wichtigen Beitrag zur Gemeinschaftspflege innerhalb unserer Wehrfamilie.




Zum Abschluss bedankte sich Wehrführer Erik Reuter bei allen Mitgliedern für ihren unermüdlichen Einsatz.
Er betonte, dass es die vielen ehrenamtlichen Stunden seien, die den Betrieb der Feuerwehr am Laufen hielten. „Egal ob mitten in der Nacht oder bei brütender Hitze – ihr seid immer zur Stelle, wenn wir gebraucht werden“, so Reuter.
Mit diesen Worten blickte die Feuerwehr Gonzenheim zuversichtlich auf das Jahr 2025.
Die Versammlung endete traditionell kameradschaftlich bei guten Gesprächen unter Freunden – bereit für ein weiteres erfolgreiches gemeinsames Jahr!
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